
Was ist die DSGVO und warum ist sie für Websites wichtig?
Die DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) ist ein Gesetz der Europäischen Union, das die Privatsphäre und die personenbezogenen Daten von Nutzern schützt. Sie gibt Menschen mehr Kontrolle darüber, wie Websites und Unternehmen ihre persönlichen Daten sammeln, speichern und nutzen.
Die DSGVO gilt für deine Website auch dann, wenn deine Website außerhalb Europas betrieben wird. Sammelst du also irgendwelche personenbezogenen Daten (wie E-Mail-Adressen, Namen oder auch Cookies), musst du die DSGVO einhalten.
Die DSGVO hilft dir, die Privatsphäre zu respektieren und Vertrauen bei deinen Besuchern aufzubauen. Verstößt du gegen sie, zahlst du ein Bußgeld von bis zu 4 % deines weltweiten Jahresumsatzes oder €20 Millionen.
Was sind Cookies? Wie beeinflussen sie die Privatsphäre?
Cookies sind kleine Textdateien, die Websites auf dem Gerät eines Nutzers ablegen, um Informationen zu speichern. Das können Anmeldedaten sein oder Tracking-Informationen für Analysen oder Marketing.
Es gibt zwei Arten von Cookies
Notwendige Cookies: Diese Cookies braucht die Website, um zu funktionieren. Zum Beispiel Cookies, die sich die Artikel in deinem Warenkorb merken oder Nutzer angemeldet halten.
Nicht notwendige Cookies: Diese Cookies dienen Analysen, Werbung und dem Verfolgen des Nutzerverhaltens über Websites hinweg. Sie helfen dir zu verstehen, wie Nutzer mit deiner Seite umgehen, brauchen nach der DSGVO aber die Einwilligung der Nutzer.
Das Problem mit Drittanbieter-Cookies ist, dass sie Nutzer über verschiedene Websites hinweg verfolgen können, was Datenschutzbedenken weckt. Deshalb müssen Nutzer zustimmen (Opt-in), bevor nicht notwendige Cookies auf ihren Geräten abgelegt werden.
Was ist die Cookie-Einwilligung? Was bedeutet sie für deine Website?
Die Cookie-Einwilligung ist eine gesetzliche Pflicht nach der DSGVO. Websites müssen die ausdrückliche Erlaubnis der Nutzer einholen, bevor sie nicht notwendige Cookies setzen. Dazu gehören Cookies für Analysen, Werbung oder Nutzer-Tracking.
Wie funktioniert die Cookie-Einwilligung?
Besucher müssen erfahren, welche Cookies genutzt werden und wie sie ihre Privatsphäre betreffen. Dann gibst du ihnen die Wahl: zustimmen oder ablehnen.
Pflichten zu DSGVO und Cookie-Einwilligung für Websitebetreiber
Zeig transparente Informationen: Klare Informationen darüber, warum Daten erhoben werden, müssen über eine Cookie-Richtlinie leicht zugänglich sein. Du musst klar erklären, welche Cookies genutzt werden, warum und welche Daten gesammelt werden.
Bitte um Einwilligung: Nutzer müssen lesen und bestätigen, wozu sie zustimmen. Eine Einwilligung darf nicht über vorab angekreuzte Kästchen unterstellt werden. Besucher müssen aktiv zustimmen, bevor nicht notwendige Cookies gesetzt werden.
Respektiere den Widerruf: Nutzer müssen ihre Einwilligung jederzeit widerrufen können, und das muss so einfach sein wie die Zustimmung. So hältst du die DSGVO ein, die verlangt, dass Unternehmen die Wünsche der Nutzer respektieren.
Lass Nutzer ihre Cookie-Einwilligung verwalten: Lass Nutzer ihre Cookie-Einstellungen einfach verwalten. Sie können zum Beispiel nur die notwendigen Cookies wählen und die nicht notwendigen ablehnen, oder umgekehrt. Sie können auch beide wählen. Diese Wahlfreiheit musst du ihnen geben.
So richtest du DSGVO und Cookie-Einwilligung auf deiner Website ein
Schritt 1: Richte einen Cookie-Banner ein.
Gestalte einen Cookie-Banner, der erscheint, wenn Nutzer deine Seite besuchen. Er sollte eine klare Möglichkeit bieten, Cookies anzunehmen oder abzulehnen, mit Links zur Cookie-Richtlinie und zur Datenschutzerklärung.
Schritt 2: Schreib eine klare Cookie-Richtlinie.
Verfasse eine klare und ausführliche Cookie-Richtlinie, die die Cookies auf deiner Seite beschreibt. Sie kann auflisten, welche Cookies deine Seite nutzt, wofür und wie Nutzer sie verwalten können. Die Richtlinie sollte über den Banner oder den Footer leicht erreichbar sein.
Schritt 3: Lass Nutzer ihre Cookie-Einstellungen verwalten
Gib Nutzern die Möglichkeit, ihre Cookie-Einstellungen zu verwalten. So können sie wählen, welche Arten von Cookies sie annehmen oder ablehnen.
Schritt 4: Speichere die Einwilligungen.
Speichere die Einwilligungen der Nutzer sicher, damit du die Einhaltung bei Bedarf nachweisen kannst. Dazu gehören die Art der Einwilligung, das Datum und die angenommenen Cookies.
Schritt 5: Prüf und aktualisiere die Richtlinie regelmäßig
Cookie-Gesetze und Datenschutzregeln können sich ändern. Prüf und aktualisiere deshalb regelmäßig deine Cookie-Richtlinie und dein Einwilligungsverfahren, damit du die DSGVO weiter einhältst.
Bei Cookie-Einwilligung und DSGVO geht es nicht nur darum, Strafen zu vermeiden. Es geht darum, die Privatsphäre der Nutzer zu respektieren und Vertrauen aufzubauen. Bei WEMASY bekommst du einfache Tools und Vorlagen, mit denen du die Anforderungen der DSGVO erfüllst. Vom Cookie-Banner bis zur Vorlage für die Cookie-Richtlinie bieten wir alles, damit deine Website DSGVO-konform ist. Mehr zum rechtlichen Schutz deiner Marke liest du in unserem Blog darüber, was Urheberrecht ist und wie du Inhalte legal nutzt. Du kannst auch mehr über SSL-Zertifikate und warum deine Website eines braucht erfahren. Das Gesamtbild zeigt unser Grundlagenartikel was eine Website ist und warum du eine brauchst.
Häufig gestellte Fragen
Gilt die Cookie-Einwilligung nach DSGVO auch für Websites außerhalb Europas?
Ja. Sammelt deine Website Daten von Besuchern in der Europäischen Union, gilt die DSGVO für dich, egal wo dein Unternehmen sitzt. Besucht jemand aus einem EU-Land deine Seite und du verfolgst sein Verhalten mit Cookies, musst du die Regeln zur Cookie-Einwilligung nach DSGVO einhalten.
Was passiert, wenn meine Website keinen Cookie-Banner hat?
Du riskierst Bußgelder von Datenschutzbehörden. Strafen nach der DSGVO können bis zu 4 % des weltweiten Jahresumsatzes oder €20 Millionen betragen, je nachdem, welcher Betrag höher ist. Neben Bußgeldern verlieren Besucher vielleicht das Vertrauen in deine Marke, wenn sie keinen Einsatz für ihre Privatsphäre sehen. Ein fehlender Cookie-Banner ist einer der häufigsten Fehler beim Datenschutz.
Was ist der Unterschied zwischen notwendigen und nicht notwendigen Cookies?
Notwendige Cookies braucht deine Website, um zu funktionieren, etwa damit Nutzer angemeldet bleiben oder der Warenkorb gespeichert wird. Nicht notwendige Cookies verfolgen Verhalten für Analysen, Werbung oder Personalisierung. Nach der DSGVO brauchen notwendige Cookies keine Einwilligung, nicht notwendige Cookies brauchen aber die ausdrückliche Zustimmung des Besuchers, bevor sie gesetzt werden.
Können Besucher ihre Cookie-Einstellungen nach der Zustimmung ändern?
Ja, und das müssen sie auch können. Die DSGVO verlangt, dass der Widerruf so einfach ist wie die Zustimmung. Deine Website sollte Besuchern jederzeit erlauben, ihre Cookie-Einstellungen erneut aufzurufen, meist über einen Link im Footer oder eine Einstellungsseite. So bleibt deine Seite regelkonform und zeigt Respekt vor der Wahl der Nutzer.
Brauche ich eine eigene Seite für die Cookie-Richtlinie?
Ja. Dein Cookie-Banner sollte auf eine ausführliche Cookie-Richtlinie verlinken, die erklärt, welche Cookies deine Seite nutzt, welche Daten sie sammeln, wie lange sie gespeichert bleiben und wer Zugriff auf diese Daten hat. Diese Seite ist getrennt von deiner Datenschutzerklärung und gibt Besuchern volle Transparenz über deinen Umgang mit Cookies.
Hilft WEMASY beim Einrichten der Cookie-Einwilligung nach DSGVO?
Ja. WEMASY bietet Vorlagen für Cookie-Banner und Tools, mit denen du regelkonforme Cookie-Hinweise auf deiner Website einrichtest. Du legst fest, welche Cookies eine Einwilligung brauchen, passt das Design des Banners an und verlinkst deine Cookie-Richtlinie, alles im Website-Builder und ohne Code.


