Core Web Vitals erklärt: LCP, CLS und INP

Core Web Vitals einfach erklärt: LCP misst das Tempo, CLS die Stabilität, INP die Reaktionszeit. Alle drei prägen das Nutzererlebnis.

Entwurf

Core Web Vitals sind drei Kennzahlen, mit denen Google die Seitenerfahrung misst. LCP misst die Ladegeschwindigkeit. CLS misst die visuelle Stabilität. INP misst die Reaktionsfähigkeit.

Jede Kennzahl misst einen anderen Teil der Performance. Zusammen ergeben sie ein Bild vom Nutzererlebnis.

Largest Contentful Paint (LCP)

LCP misst die Zeit, bis der Hauptinhalt geladen ist. Der Hauptinhalt ist das größte Bild oder der größte Textblock der Seite. Auf der Startseite ist das LCP-Element das Hero-Bild. Bei einem Artikel sind es die Überschrift und das Hauptbild.

LCP wird ab dem Klick auf den Link gemessen, bis der Hauptinhalt auf dem Bildschirm erscheint. Liegt der LCP bei einer Sekunde, sieht der Nutzer den Hauptinhalt eine Sekunde nach dem Klick. Bei drei Sekunden wartet er drei Sekunden.

Zielwerte: Ein LCP unter 2,5 Sekunden ist gut. Ein LCP zwischen 2,5 und 4 Sekunden muss verbessert werden. Ein LCP über 4 Sekunden ist schlecht.

Beispiel: Das Hero-Bild der Startseite ist fünf Megabyte groß. Der Download dauert drei Sekunden. Der LCP liegt bei drei Sekunden. Das Ziel sind 2,5 Sekunden. Die Performance muss besser werden.

Cumulative Layout Shift (CLS)

CLS misst die visuelle Stabilität. Ein Layout-Sprung entsteht, wenn sich Inhalte bewegen, nachdem die Seite geladen ist. Beispiel: Ein Nutzer beginnt, einen Artikel zu lesen. Eine Anzeige lädt nach. Der Artikel rutscht nach unten. Der Nutzer verliert die Stelle. Das nervt.

CLS erfasst alle Layout-Sprünge zusammen. Wenn Inhalt um 200 Pixel nach unten rutscht, steigt der CLS. Wenn sich Inhalt mehrmals bewegt, summieren sich die Werte.

Zielwerte: Ein CLS unter 0,1 ist gut. Ein CLS zwischen 0,1 und 0,25 muss verbessert werden. Ein CLS über 0,25 ist schlecht.

Beispiel: Eine Anzeige lädt, nachdem die Seite fertig ist. Sie ist 300 Pixel hoch. Der Inhalt unter der Anzeige rutscht nach unten. Der CLS liegt bei 0,15. Das muss besser werden.

Interaction to Next Paint (INP)

INP misst die Reaktionsfähigkeit. Ein Nutzer klickt auf eine Schaltfläche. Das System verarbeitet den Klick, aktualisiert die Seite und zeigt die Änderung auf dem Bildschirm. Der INP ist die Zeit vom Klick bis zur sichtbaren Änderung.

INP ist wichtig für interaktive Seiten wie Formulare, Schaltflächen und Menüs. Bei statischen Seiten wie Artikeln und Blogs spielt er eine kleinere Rolle.

Zielwerte: Ein INP unter 200 Millisekunden ist gut. Ein INP zwischen 200 und 500 Millisekunden muss verbessert werden. Ein INP über 500 Millisekunden ist schlecht.

Beispiel: Ein Nutzer klickt auf „In den Warenkorb“. Das System verarbeitet die Anfrage und aktualisiert den Warenkorb-Zähler. Der INP liegt bei 300 Millisekunden. Das muss besser werden.

Warum drei Kennzahlen statt einer

Eine einzelne Kennzahl kann das Nutzererlebnis nicht abbilden. Die Ladegeschwindigkeit zählt (LCP). Die visuelle Stabilität zählt (CLS). Die Reaktionsfähigkeit zählt (INP). Eine Seite kann schnell laden und trotzdem unruhig sein (hoher CLS). Oder schnell und stabil sein, aber träge reagieren (hoher INP). Erst die drei Kennzahlen zusammen zeigen die Qualität des Nutzererlebnisses.

Ein Praxisbeispiel: Core Web Vitals eines Onlineshops

Ausgangslage

Ausgangslage einer Produktseite im Onlineshop:

LCP: 2,8 Sekunden (über dem Zielwert von 2,5). CLS: 0,12 (über dem Zielwert von 0,1). INP: 220 Millisekunden (über dem Zielwert von 200).

Alle drei Kennzahlen müssen besser werden.

Optimierung

LCP: Hero-Bild optimieren und Inhalte unterhalb des sichtbaren Bereichs per Lazy Loading laden. Ergebnis: 1,8 Sekunden.

CLS: Platz für Anzeigen reservieren und nicht kritische Inhalte per Lazy Loading laden. Ergebnis: 0,05.

INP: JavaScript verkleinern und Event-Handler optimieren. Ergebnis: 180 Millisekunden.

Jetzt erfüllen alle drei Kennzahlen die Google-Standards.

Wie Core Web Vitals mit dem Nutzererlebnis zusammenhängen

Guter LCP: Der Nutzer sieht den Inhalt schnell. Die Seite fühlt sich flott an.

Schlechter LCP: Der Nutzer wartet auf den Inhalt. Die Seite fühlt sich langsam an.

Guter CLS: Das Layout ist stabil. Der Nutzer kann lesen, ohne dass der Inhalt springt. Das ist angenehm.

Schlechter CLS: Das Layout springt. Der Nutzer verliert die Stelle. Das nervt.

Guter INP: Der Nutzer klickt und sieht sofort eine Reaktion. Die Seite fühlt sich interaktiv an.

Schlechter INP: Der Nutzer klickt und wartet auf eine Reaktion. Die Seite fühlt sich träge an.

Gute Core Web Vitals sorgen für ein gutes Nutzererlebnis. Schlechte Core Web Vitals sorgen für ein schlechtes.

Core Web Vitals messen

Google misst die Core Web Vitals bei echten Nutzern (Real User Monitoring). Labortools schätzen sie nur ab. Das Ergebnis kann vom echten Nutzererlebnis abweichen, weil die Netzwerkbedingungen anders sind.

Prüfe die Core Web Vitals in der Google Search Console. Google fasst echte Nutzerdaten zusammen und zeigt, ob deine Website die Standards erfüllt (gut, verbesserungswürdig, schlecht).

Prüfe sie auch in einem Tool für Seitengeschwindigkeit, das echte Nutzerdaten aus der Datenbank von Google mit Laborwerten verbindet.

Häufig gestellte Fragen

Welche Core Web Vital ist die wichtigste?

Alle drei zählen. Am stärksten wirken meist LCP und CLS. Eine Seite, die schnell lädt, aber ständig springt, bietet ein schlechtes Erlebnis. Eine stabile Seite, die träge reagiert, ärgert Nutzer weniger stark. LCP und CLS haben meist Priorität eins und zwei. INP ist für interaktive Seiten wichtig, bei statischen Inhalten weniger. Mit dem Website-Builder von WEMASY kannst du das direkt auf deiner Website einrichten.

Wie unterscheiden sich Core Web Vitals von anderen Performance-Kennzahlen?

Core Web Vitals richten sich nach dem Nutzererlebnis. Sie messen, was Nutzer wahrnehmen. Andere Kennzahlen (TTFB, FCP) sind technische Werte. Sie sind Voraussetzungen für gute Core Web Vitals, messen das Nutzererlebnis aber nicht direkt. Verbessere sie als Grundlage. Die Core Web Vitals zeigen dann, ob diese Grundlage zu einem guten Erlebnis führt.

Kann ich gute Performance-Kennzahlen, aber schlechte Core Web Vitals haben?

Ja. Eine Seite kann eine schnelle TTFB, aber einen schlechten LCP haben. Sie kann einen schnellen FCP, aber einen schlechten CLS haben. Technische Kennzahlen sind nötig, aber für gute Core Web Vitals nicht genug.

Sollte ich alle drei Core Web Vitals gleich stark optimieren?

Nein. Setze Prioritäten nach der Wirkung. Miss den aktuellen Stand. Liegt der LCP bei vier Sekunden, der CLS aber bei 0,1, verbessere zuerst den LCP. Die größten Lücken haben die größte Wirkung auf Nutzer.

Sind Core Web Vitals die einzigen Kennzahlen, die Google wichtig sind?

Nein. Google bewertet auch die Mobilfreundlichkeit, HTTPS, sicheres Surfen und störende Interstitials. Die Core Web Vitals sind am sichtbarsten und lassen sich am besten verändern. Zur ganzen Seitenerfahrung gehören aber noch andere Faktoren. Optimiere die Core Web Vitals, aber ignoriere die anderen Rankingfaktoren nicht.

Wie oft aktualisieren sich die echten Core Web Vitals in der Google Search Console?

Täglich. Google fasst echte Nutzerdaten laufend zusammen. Die Werte in der Search Console werden täglich aktualisiert. Labortools zeigen nur eine Momentaufnahme. Beobachte die echten Nutzerdaten in der Search Console, um die Performance dauerhaft im Blick zu behalten.

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