Du bist auf einer Website drei Ebenen tief. Du willst zurück zur Kategorie, aus der du kommst, nicht ganz zur Startseite. Ohne Breadcrumb-Navigation klickst du entweder mehrmals auf die Zurück-Taste oder fängst oben neu an. Breadcrumbs lösen das mit einem Klick.
Breadcrumbs sind ein sekundäres Navigationselement, das Besuchern den Pfad von der Startseite zur aktuellen Seite zeigt. Meist erscheinen sie oben auf der Seite als waagerechter Linkpfad, zum Beispiel Start, dann Kategorie, dann Unterkategorie, dann aktuelle Seite. Jeder Schritt ist ein anklickbarer Link, der den Besucher auf diese Ebene der Seite zurückbringt.
Der Name stammt aus dem Märchen von Hänsel und Gretel, in dem die Kinder eine Spur aus Brotkrumen durch den Wald legten, um zurückzufinden. Auf einer Website ist das Prinzip dasselbe: eine sichtbare Spur, die zeigt, wo du bist, und dir einen Weg bietet, deine Schritte zurückzugehen.
Welche Arten von Breadcrumb-Navigation gibt es?
Es gibt drei Arten von Breadcrumbs, jede passt zu einer anderen Seitenstruktur.
Standort-Breadcrumbs sind die häufigste Art. Sie zeigen die feste Position des Besuchers in der Hierarchie der Seite, abhängig davon, wie die Seite aufgebaut ist. Ein Besucher auf einer Produktseite innerhalb einer Kategorie sieht etwa Start, dann Shop, dann Kategoriename, dann Produktname. Der Pfad ist für jeden Besucher gleich, der auf dieser Seite landet, weil er die Struktur der Website widerspiegelt und nicht den Weg des Besuchers.
Pfad-Breadcrumbs zeigen den tatsächlichen Weg, den ein Besucher zur aktuellen Seite genommen hat. Sie ändern sich je nachdem, wie jemand gekommen ist. Sie sind seltener, weil sie verwirren können: Zwei Besucher auf derselben Seite sehen womöglich unterschiedliche Breadcrumbs, was den Zweck, die Seitenstruktur zu zeigen, untergräbt. Die meisten Seiten nutzen stattdessen Standort-Breadcrumbs.
Attribut-Breadcrumbs kommen in Onlineshops zum Einsatz, in denen Produkte mehreren Kategorien angehören oder nach Merkmalen wie Farbe, Größe oder Marke gefiltert werden können. Statt eines einzigen hierarchischen Pfads zeigen sie die angewendeten Filter oder Attribute. Das ist eine Spezialform, die vor allem in Produktkatalogen vorkommt.
Wann braucht eine Website Breadcrumbs?
Breadcrumbs sind am wertvollsten bei Seiten mit tiefer oder komplexer Struktur, auf denen Besucher mehrere Ebenen unter der Startseite landen und Orientierung brauchen.
Onlineshops mit Produktkategorien und Unterkategorien profitieren deutlich. Ein Besucher, der aus einem Suchergebnis auf einer Produktseite landet, möchte vielleicht ähnliche Produkte derselben Kategorie ansehen. Breadcrumbs geben ihm einen direkten Weg auf die Kategorieebene, ohne bei der Startseite neu anzufangen.
Auch Wissensdatenbanken, Dokumentationen und inhaltsstarke Seiten mit mehreren Themenkategorien profitieren. Wer einen bestimmten Artikel liest und sehen will, was es sonst im selben Themenbereich gibt, kann dem Breadcrumb zurück zur Kategorie folgen, statt erneut zu suchen.
Eine einfache Unternehmenswebsite mit fünf Seiten und flacher Struktur braucht keine Breadcrumbs. Gibt es keine sinnvolle Hierarchie zum Navigieren, bringt das Element nur optische Unruhe ohne Nutzen. Der Artikel was Website-Struktur ist erklärt die Hierarchie, die Breadcrumbs abbilden. Der Artikel was Website-Navigation ist beschreibt das gesamte Navigationssystem und wo Breadcrumbs darin ihren Platz haben.
Wie wirken sich Breadcrumbs auf das Nutzererlebnis aus?
Breadcrumbs verringern den Aufwand, sich durch eine Seite mit mehreren Ebenen zu bewegen. Sie geben Besuchern drei Dinge auf einmal: die Bestätigung, wo sie gerade sind, eine sichtbare Karte der Seitenstruktur und eine Abkürzung zurück auf jede Ebene der Hierarchie.
Ohne Breadcrumbs müssen Besucher auf einer tiefen Seite, die eine Kategorie erkunden wollen, entweder mehrmals auf die Zurück-Taste drücken, ins Hauptmenü gehen und neu anfangen oder die Suche nutzen. Alle drei Wege sind aufwendiger als ein einzelner Klick auf einen Breadcrumb. Weniger Reibung hält Besucher länger auf der Seite und erhöht die Chance, dass sie finden, wofür sie gekommen sind.
Breadcrumbs verringern auch den Frust bei Besuchern, die über eine Suchmaschine tief in einer Seite landen. Sie kennen die Struktur der Seite beim Ankommen womöglich gar nicht. Breadcrumbs geben ihnen sofort Kontext: Sie sehen auf einen Blick, dass sie ein bestimmtes Produkt in einer bestimmten Kategorie auf einer bestimmten Art von Website ansehen. Diese Orientierung zählt für das Vertrauen und für das weitere Stöbern.
Wie wirken sich Breadcrumbs auf die SEO aus?
Breadcrumbs wirken sich auf zwei Arten auf die SEO aus: über Signale zur Seitenstruktur und darüber, wie Suchmaschinen Ergebnisse darstellen.
Sind Breadcrumbs korrekt mit strukturierten Daten umgesetzt, können Suchmaschinen aus den Breadcrumb-Pfaden die Hierarchie der Seite lesen und verstehen. Das hilft beim Crawling und dabei, zu verstehen, wie Seiten zusammenhängen. Seiten, die klar in einer gut definierten Hierarchie stehen, werden meist genauer verstanden und indexiert als Seiten in flachen oder unklaren Strukturen.
Der zweite Effekt zeigt sich in den Suchergebnissen. Enthalten Breadcrumbs strukturierte Daten, zeigen Suchmaschinen unter dem Seitentitel womöglich den Breadcrumb-Pfad statt der vollständigen URL. Ein Ergebnis mit Start, dann Kategorie, dann Produkt ist auf einen Blick leichter zu verstehen als eine lange URL mit Parametern. Diese bessere Lesbarkeit kann die Klickrate (CTR) in den Suchergebnissen erhöhen.
Breadcrumbs tragen auch zur internen Verlinkung bei. Jeder Breadcrumb-Link ist ein interner Link, der Autorität in der Hierarchie nach oben weitergibt und so die Bedeutung von Kategorie- und Übersichtsseiten stärkt. Bei großen Seiten ist das ein spürbarer struktureller SEO-Vorteil. Der Artikel was SEO ist erklärt allgemein, wie interne Verlinkung und Seitenstruktur mit der Suchleistung zusammenhängen.
Was sind strukturierte Daten für Breadcrumbs?
Strukturierte Daten sind Code, den du einer Seite hinzufügst, damit Suchmaschinen bestimmte Elemente der Seite in einem standardisierten Format verstehen. Strukturierte Daten für Breadcrumbs sagen Suchmaschinen Namen und URL jedes Schritts im Breadcrumb-Pfad, in einem Format, das Suchmaschinen offiziell unterstützen.
Ohne strukturierte Daten sieht eine Suchmaschine den Breadcrumb-Text auf der Seite, muss aber ableiten, was er bedeutet. Mit strukturierten Daten ist die Information eindeutig: Das ist ein Breadcrumb, das ist Schritt eins mit diesem Namen und dieser URL, das ist Schritt zwei und so weiter. Suchmaschinen nutzen das, um die Breadcrumb-Anzeige in den Suchergebnissen aufzubauen und die Hierarchie der Seite zuverlässiger zu verstehen.
Die meisten modernen Website-Builder und CMS erzeugen strukturierte Daten für Breadcrumbs automatisch, sobald Breadcrumbs aktiviert sind. Baust oder verwaltest du eine Seite von Hand, lohnt sich dieses Markup bei jeder Seite mit sinnvollen hierarchischen Inhalten.
So geht WEMASY mit Breadcrumb-Navigation um
Der Website-Builder von WEMASY unterstützt Breadcrumb-Navigation für Seiten mit hierarchischer Inhaltsstruktur. Sind Breadcrumbs aktiviert, werden sie automatisch aus der Kategorie und Position der Seite in der Struktur erzeugt, samt dem Markup für strukturierte Daten, das Suchmaschinen für die Darstellung in den Ergebnissen nutzen.
Was enthalten ist, siehst du beim Website-Builder von WEMASY, und die Tarife findest du auf der Preisseite.
Häufige Fragen
Ersetzen Breadcrumbs das Hauptnavigationsmenü?
Nein. Breadcrumbs und Hauptnavigation haben unterschiedliche Aufgaben. Mit der Hauptnavigation springen Besucher von jeder Seite in jeden Bereich der Website. Breadcrumbs zeigen, wo die aktuelle Seite in der Hierarchie steht, und lassen Besucher auf diesem Pfad zurückgehen. Auf einer gut gestalteten Seite gibt es beide Elemente, und sie arbeiten zusammen. Breadcrumbs sind eine sekundäre Navigationsebene, kein Ersatz für das Hauptmenü. Mit dem Website-Builder von WEMASY richtest du das direkt auf deiner Website ein.
Wo sollten Breadcrumbs auf einer Seite erscheinen?
Breadcrumbs stehen meist oben auf der Seite, unter der Hauptnavigationsleiste und über der Seitenüberschrift. An dieser Stelle erwarten Besucher Orientierungshilfen, und sie stehen vor dem Hauptinhalt. Sie sollten sich optisch abheben, aber nicht dominieren: klein genug, um dem Hauptinhalt nicht im Weg zu sein, und groß genug, um sie mobil bequem zu lesen und anzutippen.
Sollten Breadcrumbs die aktuelle Seite enthalten?
Das hängt von der Konvention ab, der du folgst. Manche Umsetzungen nehmen die aktuelle Seite als letztes Element in den Pfad auf, als einfachen Text statt als anklickbaren Link. Andere enden auf der übergeordneten Ebene, denn ein Link auf die Seite, auf der du schon bist, hat keinen Nutzen. Beides ist üblich und in Ordnung. Wichtiger ist, ob der Pfad klar den Weg von der Startseite dorthin zeigt, wo der Besucher gerade ist.
Helfen Breadcrumbs auf dem Handy?
Ja, aber sie müssen sorgfältig umgesetzt werden. Auf einem kleinen Bildschirm kann ein langer Breadcrumb-Pfad in mehrere Zeilen umbrechen oder den Container sprengen. Übliche Lösungen sind, mittlere Schritte mit Auslassungspunkten zu kürzen, alles außer der direkt übergeordneten Ebene einzuklappen oder mobil nur den Link eine Ebene höher zu zeigen. Ziel ist, die Orientierung zu erhalten, ohne dass der Pfad den Bildschirm dominiert. Ein Breadcrumb, der mobil schlecht funktioniert, ist schlechter als gar keiner.
Sind Breadcrumbs ein Rankingfaktor?
Nicht direkt. Suchmaschinen ranken Seiten nicht höher, nur weil sie Breadcrumbs haben. Der SEO-Nutzen kommt indirekt: Breadcrumbs mit strukturierten Daten helfen Suchmaschinen, die Seitenstruktur genauer zu verstehen, Breadcrumb-Links tragen zur Autorität durch interne Verlinkung bei, und die Breadcrumb-Anzeige in den Suchergebnissen kann die Klickrate verbessern. Das sind echte Vorteile, aber sie wirken über bessere Struktur und Usability, nicht als direktes Rankingsignal.